„Die Männer von Brettheim“
Am Dienstag, 17. November 2026, findet um 19:00 Uhr in der Aula der Eugen-Bolz-Realschule ein Vortrag zum Thema die „Männer von Brettheim“ statt.
Als Referent konnte der Journalist und Autor Harald Zigan gewonnen werden.
Am 10. April 1945, wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ereignete sich in Brettheim (heute Ortsteil von Rot am See im Landkreis Schwäbisch Hall) ein brutales Verbrechen des NS-Regimes an Zivilisten.
Im April 1945 näherten sich amerikanische Truppen bereits der Region, und viele Dorfbewohner wollten eine sinnlose Verteidigung ihres Ortes vermeiden. Es sollte verhindert werden, dass Brettheim in die Kämpfe hineingezogen und zerstört wird.
Die SS wertete dieses Handeln jedoch als „Wehrkraftzersetzung“. In diesem Zusammenhang wurden mehrere Personen von der SS zur Verantwortung gezogen.
Heute hält die Gedenkstätte „Die Männer von Brettheim“ im dortigen Rathaus die Erinnerung an eines der bekanntesten Endphaseverbrechen des NS-Regimes in der Region Hohenlohe/Crailsheim wach.
Der Referent: Harald Zigan (Jahrgang 1958), aufgewachsen in Amlishagen (Landkreis Schwäbisch Hall). Studium der Geschichte, Germanistik und Politik in Freiburg.
Nach dem Volontariat Redakteur beim Hohenloher Tagblatt von 1978 bis 2021. Journalistische Schwerpunkte: Kommunalpolitik sowie Rechtsextremismus und NS-Zeit in der Region.
Mitautor von Büchern (z. B. Reihe „Täter-Helfer-Trittbrettfahrer“). Mitglied von Verdi und Preisträger der Otto-Brenner-Stiftung (2024) und zusammen mit Timo Büchner und Jens Sitarek „Journalist des Jahres 2025“ in der Kategorie „Reportage regional“ (medium magazin).
Vor der Veranstaltung ist der EugenBolzRaum ab 18.15 Uhr für Besucher geöffnet. Eintritt frei – Spenden sind erwünscht.